REM-Schlaf-Verhaltensstörung

Patienten, die eine REM-Schlaf-Verhaltensstörung (REM-Sleep-Behaviour-Disorder, RBD) aufweisen, haben laut aktueller Studienlage ein deutlich erhöhtes Risiko im Verlauf ihres Lebens an einem Parkinsonsyndrom oder einer Multiystematrophie zu erkranken, welches auf bis 90% geschätzt wird. Darüber hinaus scheint die REM-Schlaf-Verhaltensstörung mit der Entwicklung von Demenzen und einem insgesamt prognostisch ungünstigeren Verlauf der Parkinsonerkrankung zusammen zu hängen.

Mit dem Ziel die REM-Schlaf-Verhaltensstörung in Auftreten und Verlauf besser charakterisieren und Betroffenen langfristig therapeutische Optionen vor Entwicklung einschränkender neurodegenerativer Symptome anbieten zu können, führt die AG folgende Projekte durch:

  1. RBD-Register-Studie: strukturierte Erfassung, ausführliche Untersuchung und longitudinale Beobachtung von RBD-Patienten, für die sich Betroffene melden können (siehe auch: Kohortenstudien).
  2.  Identifikation von Biomarkern, u.a. gemeinsam mit der German RBD Study Group (unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Oertel) in  einer Reihe von Subprojekten (siehe auch: Biomarker).
  3. Untersuchung der schlafabhängigen Gedächtniskonsolidierung bei RBD Patienten gemeinsam mit dem Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen, unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Born (https://www.medizin.uni-tuebingen.de/Zuweiser/Institute/Medizinische+Psychologie.html), sowie mit dem Schlaflabor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Kiel, unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Göder (https://www.uksh.de/zip/Schlaflabor.html).

 

Arbeitsgruppen der Neurologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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