Gedächtnisstörung, Demenz & Plastizität

Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe:

Übergeordnetes Ziel der klinisch-orientierten Forschung ist es, die Neurobiologie von kognitiven Störungen von Patienten zu verstehen und neue Erkenntnisse zeitnah in die klinische Anwendung zu übersetzen.

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Gedächtnisfunktion und anderen kognitiven Leistungen bei Gesunden im Rahmen von Alterungsprozessen und bei neurologischen Erkrankungen.

Mitglieder der Arbeitsgruppe:

Prof. Dr. T. Bartsch (W2), M.Sc.Psych. Annika Hanert, Sarah Schultze (Ärztin), Dipl.-Inf. O. Granert, cand. med. Julius Grave, cand. med. Sebastian Koch, cand. med. Igor Besel.

Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe im Detail:

In der Arbeitsgruppe werden die Mechanismen und anatomischen Grundlagen des menschlichen Gedächtnisses untersucht. Die wissenschaftlichen Hauptinteressen der Arbeitsgruppe liegen in der Erforschung von Störungen kognitiver Hirnfunktionen bei neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen. Die Arbeitsgruppe untersucht insbesondere die Pathophysiologie von Gedächtnisstörungen und anderen kognitiven Funktionen mit dem Ziel, innovative diagnostische und Strategien zu entwickeln. Dieser klinisch orientierte Forschungsansatz erfolgt unter Zuhilfenahme der Neuropsychologie, Verhaltensmessungen, funktionelle und strukturelle Verfahren der bildgebenden Neurowissenschaften und elektrophysiologischer Verfahren. Insbesondere an akuten und chronischen Erkrankungen wie die milde kognitive Beeinträchtigung, der M. Alzheimer und die transiente globale Amnesie (TGA) werden die Ursachen der gestörten Gedächtnisfunktion erforscht.

Im Fokus stehen dabei,

  1. die Analyse von Struktur-Funktionsbeziehungen zerebraler Läsionen und deren Regeneration,
  2. die neuroplastischen Mechanismen, welche die Bildung von zerebralen Netzwerken ermöglichen,
  3. die Aufklärung von Suszeptibilitäts- und Vulnerabilitätsvorgängen und die
  4. Biomarkerforschung im Rahmen der Frühdiagnostik neurodegenerativer Erkrankungen.

 

Unsere Forschung versucht, Einsichten in die Funktion und den Aufbau des menschlichen Gedächtnissystems zu bekommen, sondern auch, viele Symptome von Gedächtnisstörungen bei neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen besser zu verstehen und damit neue Therapieansätze zu entwickeln. Klinische Erkrankungen, welche mit einer definierten anatomischen und funktionellen Störung des Gedächtnisses einhergehen bieten in besonderer Weise einen Einblick in den Aufbau des menschlichen Gedächtnisses.

 

Arbeitsgruppen der Neurologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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