Biomarker

Parkinson

Im Rahmen der Prodromalphase breitet sich der neurodegenerative Prozess der aktuellen Studienlage nach entweder über das gastrointestinale oder das olfaktorische System aufsteigend in das Gehirn aus. Somit sind andere, nicht cerebrale Komponenten wie beispielsweise das enterische Nervensystem für die Gewinnung von Bioproben bereits in der Prodromalphase  recht einfach zugänglich und somit Ziel der aktuellen Suche nach krankheitsspezifischen Biomarkern.  Folgende Materialien werden aktuell auf parkinsonspezifische Biomarker (z.B. typische alpha-Synuclein- Ablagerungen) untersucht

  1. Darmbiopsien: in Kooperation mit der interdisziplinären Endoskopie des UKSH Kiel, unter der Leitung von PD Dr. Mark Ellrichmann (https://www.uksh.de/innere1kiel/Funktionsbereiche/Endoskopie/Allgemein.html), sowie der Arbeitsgruppe für Neurogastroenterologie des Anatomischen Instituts Kiel unter der Leitung von PD Dr. rer. nat. Martina Böttner (https://www.anatomie.uni-kiel.de/de/forschung/neurogastroenterologie) erfolgt eine histopathologische und molekularbiologische Charakterisierung der Darmwand von Parkinsonpatienten.
  2. Hautbiopsien: In Zusammenarbeit mit der German RBD Study Group, sowie mit Prof. Oliver Bandmann der Universität Sheffield (Sheffield Institute for Translational Neuroscience, United Kingdoms; https://www.sheffield.ac.uk/neuroscience/staff/bandmann) erfolgt eine histopathologische Untersuchung von Hautbiopsien in Hinblick auf Funktion und Aufbau von Fibrolasten, sowie Ablagerungen von phosphoryliertem Alpha-Synuclein in Nervenfasern bei RBD-Patienten.
  3. Linsen:  Wir unterstützen die Klinik für Ophtalmologie des UKSH Kiel (unter der Direktion von Prof. Dr. Johann Roider und der Projektleitung von Frau Prof. Dr. Alexa Klettner, https://www.uksh.de/augenklinik-kiel/) in der Überprüfung der Fragestellung, inwiefern sich bei Parkinsonpatienten eine charakteristische Proteinexpression in der Linse nachweisen lässt. 

 

Alzheimer

Kennzeichen der Alzheimer-Erkrankung ist die Atrophie des medialen Temporallappen, die bislang strukturell bildgebend insbesondere durch die Kernspintomographie (MRT) dargestellt wird. Erste Untersuchungen von Mitarbeitern der AG weisen darauf hin, dass der mediale Temporallappen auch mittels transkranieller Sonographie gut zu visualisieren und auszumessen ist und sich somit eine einfach anzuwendende, kostengünstige Ergänzung zu den bisher angewendeten Techniken abzuzeichnen scheint, die die Diagnostik der Alzheimererkrankung vereinfachen kann. Aktuell erfolgt die Durchführung einer Validierungsstudie zum direkten Vergleich des transkraniellen Ultraschalls mit dem aktuellen Goldstandard der Kernspintomographie.

 

Arbeitsgruppen der Neurologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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