Parkinson-Früherkennung
Gemeinsam mit der AG Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen (Prof. Daniela Berg, PD Dr. Eva Schäffer) erforscht IDA Marker und Methoden, welche eine zuverlässige Identifikation von Personen in der frühen prodromalen Phase von Parkinson ermöglichen können. Ein Fokus liegt hierbei auf der Anwendung der Forschungskriterien der Movement Disorder Society, sowie der Erforschung und Verbesserung dieser Früherkennungsmethoden. Zu diesem Zweck werden Markerprofile und berechnete Parkinson-Wahrscheinlichkeiten von inzidenten Parkinsonpatienten und gesunden Personen mehrerer prospektiver Kohortenstudien untersucht.
TREND Studie (Tübinger Erhebung von Risikofaktoren zur Erkennung von Neurodegeneration; https://www.trend-studie.de/)
IDA analysiert longitudinale und Querschittsdaten (2-jährig seit 2009 erhoben) der prospektiven TREND-Kohorte (u.a. in Kooperation mit Prof. Daniela Berg und Prof. Walter Mätzler). Die statistischen Analysen umfassen motorische Daten (Bewegungssensoren, motorische Tests), neuropsychologische Erhebungen (CERAD-Plus, MoCA), sowie weiterer Daten, z.B. zu autonomer Dysfunktion, Schlafstörung, Riechstörung, Depression und Anamnese. Ziel der Analysen ist die Erforschung der Zusammenhänge verschiedener Risiko- und prodromaler Marker von Parkinson und Demenzen, um die Früherkennung dieser Erkrankungen weiter zu verbessern.
Parkinson-Früherkennung bei der Nationalen Kohorte (NAKO)
Die NAKO Gesundheitsstudie ist die größte Langzeit-Beobachtungsstudie in Deutschland mit über 110.000 Teilnehmern ab 50 Jahren. Schon bei der ersten Untersuchung wurden zahlreiche Frühwarnzeichen (sogenannte Risiko- und Vorzeichenmarker) für Parkinson (PD) erfasst. Im Rahmen des NAKO-PPD Projekts soll nun u.a. untersucht werden wie hoch das Risiko einzelner Teilnehmender für Parkinson schon bei der ersten Untersuchung war und wie gut die Vorhersage der Krankheit mit den erfassten Daten funktioniert – also, wie genau man mit den frühen Merkmalen das tatsächliche Auftreten von Parkinson fünf Jahre später vorhersagen konnte. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit eines etablierten Früherkennungssystems für Parkinson zu überprüfen und zu verbessern. Langfristig könnte dies auch, frühzeitig Risikopersonen zu erkennen, was die Früherkennung und Prävention von Parkinson bundesweit voranbringen würde.










