"Geriatrie quantitativ"

ComOn

Die ComOn-Studie (Cognitive and Motor Interactions in the Older Population) ist eine Multicenter-Studie mit Kooperationspartnern aus Deutschland, Italien, Portugal, Österreich und Brasilien. In ComOn werden die Zusammenhänge von kognitiver Funktionsfähigkeit und Mobilität bei älteren Patienten untersucht. Es werden 1000 geriatrische Patienten sowohl stationär als auch in häuslicher Umgebung gemessen. Die Datenerfassung erfolgt mittels sensor-basierter Bewegungsanalyse, neuropsychologischer Testverfahren, Bildgebung und klinischen Untersuchungen. Die Ziele der ComOn-Studie sind die Bestimmung aussagekräftiger sensor-basierter Parameter für die Evaluation von Gang-, Gleichgewichts- und Exekutivfunktionsstörungen. Zusätzlich dient die Studie der Evaluation von Behandlungskonzepten im (akut-) klinischen Setting. Auch erhebt die Studie Alltagsaktivität und die Qualität von spezifischen im Alltag auftretenden Bewegungen (z.B. Aufstehen, Gehen, Umdrehen, Sitzen, Liegen).

Sowohl unsere praktische als auch theoretische Arbeit ist angelehnt an das Rahmenkonzept der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation) und somit an das Modell der Funktionsfähigkeit und Behinderung.

Folgende Abbildung soll das genannte Wechselwirkungs-Modell anhand eines Beispiels demonstrieren.ICF Modell am Beispiel einer 79-jährigen Patientin

Abb. 1 Individualisierte Anwendung des ICF-Modells anhand einer neurogeriatrischen Kasuistik. Dargestellt wird die Situation einer 79-jährigen Patientin, die einen Schlaganfall erlitt. Die Aus- und Wechselwirkungen ihres Gesundheitsproblems werden in allen Komponenten des ICF-Modells beschrieben (Körperfunktionen und –strukturen, Aktivitäten, Partizipation, Umweltfaktoren und personenbezogene Faktoren). Adaptiert nach DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) 2005). Die Original-Abbildung „Wechselwirkungen zwischen den Komponenten der ICF“ der ICF wurde abgedruckt mit freundlicher Erlaubnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Alle Rechte liegen bei der WHO.

Kontakt: Johanna Geritz und Sara Mätzold

Arbeitsgruppen der Neurologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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