Projekte

Die Arbeitsgruppe Neuroimmunulogie & Multiple Sklerose konzentriert sich auf die translationale Erforschung von Biomarkern für das Verständnis und die Klassifikation von neuroimmunologischen Erkrankungen und neuen Therapieansätzen für die Behandlung der Multiplen Sklerose.  

Quer- und Längsschnitt-Kohortenanalyse bei Multipler Sklerose, Erst- und präsymptomatischen Manifestationen (B4-MS)

Multiple Sklerose stellt trotz der großen Erfolge hinsichtlich Verständnis der prädisponierenden Faktoren und der Entwicklung therapeutischer Optionen weiterhin eine heterogene Erkrankung dar, bei der Biomarker zur Prognose und Risikostratefizierung immer noch fehlen.

Im Kontext unserer klinischen Langzeit-Kohortenstudie B4-MS suchen und nachbeobachten wir Patienten, die nur aufgrund typischer kernspintomographischen Veränderungen bei fehlenden klinischen Beschwerden (Radiologisch isoliertes Syndrom) oder einem erstmaligen klinischen Multiple Sklerose-verdächtigen Ereignis (Klinisch isoliertes Syndrom) einen Arzt aufsuchen. Ziel ist die Identifizierung von Biomarkern für die Konversion und den weiteren Verlauf einer Multiplen Sklerose.

Bei Teilnahmewunsch oder Fragen stehen wir Ihnen gerne unter klarissa.stuerner@uksh.de zur Verfügung.

 

Zelluläre Bio- und Aktivierungsmarker bei der Multiplen Sklerose mittels Durchflusszytometrie.

Mittels durchflusszytometrischer Analysen können sowohl die Zusammensetzung als auch die Eigenschaften und Aktivierung von Leukozyten und Lymphozyten und deren Subpopulationen untersucht werden.

Beispiel für eine Analyse von Leukozyten- und Lymphozytensubpopulationen aus dem EDTA-Vollblut im Rahmen der SABA Phase IIa Studie (standardisierter Weihrauchextrakt bei schubförmiger Multipler Sklerose)

 

Frühe Therapiestudien: Weihrauchextrakt bei der Multiplen Sklerose

Weihrauch wird seit buchstäblich mehreren tausend Jahren als anti-entzündlicher Wirkstoff in der traditionellen östlichen Medizin eingesetzt. Pharmokologisch können bioaktive Bestandteile des Weihrauchs (Boswellisäuren) spezifisch Enzyme des Arachidonsäurestoffwechsels wie die mikrosomale Prostaglandinsynthetase-E1 oder die 5-Lipoxygenase hemmem. Für beide Enzyme bestehen Zusammenhänge zur Pathologie der Multiplen Sklerose.

Sowohl in vitro als auch im Rahmen einer frühen klinischen Pilotstudie zum Einsatz eines standardisierten Weihrauchextraktes zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose konnten wir die spezifische antientzündliche Wirkung von Weihrauch und Boswelliasäuren weiter bestätigen.

Die Kombination einer antientzündlichen Wirkung mit einem guten Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil macht Weihrauchextrakte als Therapieoption insbesondere für frühe und geringbetroffene MS-Patienten interessant. Diese Betroffenen sind häufig unsicher in Hinblick auf einen frühen prophylaktischen Beginn einer klassischen Immuntherapie und suchen gut verträgliche, sehr sichere und nebenwirkungsarme oral verfügbare antientzündliche Therapiealternativen.

Im Rahmen der fortgesetzten Forschungsaktivität wollen wir einerseits die relevanten Wirkmechanismen von Weihrauchextrakten weiter charakterisieren und im Rahmen kontrollierter klinischer Studien Weihrauchextrakte als Therapieoption bei Multipler Sklerose weiter untersuchen.

 

 

 

Shared-Decision-Making

Shared-Decision-Making: Kooperationspartner der Multiplen Sklerose Ambulanz Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (Prof. Christoph Heesen, Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose Foschung)

Gliale Autoantikörper

Gliale Autoantikörper bei demyelinisierenden Syndromen; Neuromyelitis optica und verwandte Erkrankungen.

Humorale Biomarker

Humorale Biomarker für Entzündungsaktivität und Prognose der Multiplen Sklerose (zusammen mit Prof. Dr. Klaus-Peter Wandinger, Institut für Klinische Chemie und Klinik für Neurologie Universität zu Lübeck)

Arbeitsgruppen der Neurologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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